"LUISA IST HIER"

Coburg – Neue Presse vom 25.07.2018

 

 

Hilfe beim Codewort "Luisa"

 

Viele Frauen, die nachts alleine ausgehen, haben bereits kritische Situationen erlebt. Nun sollen sie sich in Coburg sicherer fühlen. Dank einer Kampagne, an der sich schon zehn Lokale beteiligen.

 

Bildunterschrift: Die Projektpartner Julia Fuchs (von links), Marianne Morchel, AK Coburg, Ali Hilles (hinten), Anna Böhmer und Annekatrin Bütterich freuen sich über den gelungenen Start der Kampagne.

Foto: NP Christiane Schult  

 

Coburg - Seit Samstag läuft auf Initiative von Coburger Hochschulstudenten auch in der Vestestadt die Kampagne "Luisa ist hier!" Die deutschlandweite Aktion hat das Ziel, Frauen, die sich bedrängt fühlen, einen Ausweg zu bieten. "Sie können sich an das Personal der teilnehmenden Bars und Kneipen wenden und den Code ,Ist Luisa hier?' sagen", schildert Marianne Morchel. Morchel ist Mitglied im Coburger Arbeitskreis "Keine sexuelle Gewalt" und hat mit der Projektleiterin an der Hochschule, Annekatrin Bütterich, und den Studenten zusammen gearbeitet. Unterstützt wurde die Aktion auch von der Coburger Polizei, Finanzhilfe kam vom Innovationsfonds der Hochschule.

 

Niederschwellige Hilfe

 

An der Kampagne "Luisa ist hier!" beteiligen sich Lokale in 45 deutschen Städten. Ansprechpartner in Coburg sind die Frauenbeauftragte der Hochschule oder der Arbeitskreis gegen sexuelle Gewalt.

 Im Rahmen ihres Studiums der Sozialen Arbeit oder des integrativen Gesundheitsmanagements haben sich acht Studenten mit "Luisa ist hier" beschäftigt. "Wir wollen das Nachtleben für Mädels und Frauen sicherer gestalten, so dass sie keine Angst haben müssen", schildert Julia Fuchs. Sie studiert Soziale Arbeit im zweiten Semester und ist froh, bereits zum Start der Aktion zehn Lokale gefunden zu haben, die mitmachen.

 Die Kneipen- und Barbesitzer wurden von den Studenten für das Thema sensibilisiert und bekamen Schulungsmaterial, Flyer, Plakate und Sticker. So können sie auf die Kampagne aufmerksam machen. "Wir wollen Mut machen, das Thema nicht zu verheimlichen. Es ist gerade heute ganz wichtig, Übergriffe ernst zu nehmen und anzusprechen", sagt Fuchs. Sie hofft, dass sich noch weitere Bars bereit erklären, bei Luisa mitzumachen.

 Einer, der seit Samstag dabei ist, ist Ali Hilles, Besitzer des City Treffs. "Machen wir uns nichts vor, das Nachtleben im Steinweg ist nicht immer einfach", sagt er. Da sei es wichtig, Frauen eine niederschwellige Rückzugsmöglichkeit zu bieten. "Manche Frauen haben vielleicht Angst, sich direkt beim Personal zu beschweren, so ist es leichter", weiß er. Seine Mitarbeiter sind mit dem Projekt vertraut und wissen, wie sie reagieren sollen.

 Meldet sich eine Frau mit dem Codewort "Ist Luisa hier?", so bekommt sie die Antwort "Ja, ich kann dich direkt zu ihr bringen". An einem sicheren Ort kann die Frau dann selbst entscheiden, was geschehen soll: Die Mitarbeiter der Bar können einfach nur ein Auge auf die Situation haben, für sie eine Freundin anrufen, die Eltern, oder auch ein Taxi. Auch die Polizei kann hinzugezogen werden. Es wird nicht gefragt, was genau passiert ist. "Es geht meist nicht um ernste Delikte, sondern um Unterschwelliges", sagt Markus Reißenberger von der Coburger Polizei. Frauen einen sicheren Rückzugsweg zu bieten sei da genau das Richtige. "Das Projekt läuft schon sehr gut deutschlandweit", weiß er. In 45 Städten beteiligen sich Lokale.

 

 

 

 

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