Sehr geehrte Geschäftsführerinnen, Einrichtungsleiterinnen, Pflegedienstleiterinnen
und Mitarbeiterinnen der ambulanten und stationären Pflege,

Gewalt kommt uns nicht ins Haus!

Unter diesem Motto wurde Ihnen die Pflegecharta am 31.05.17 verliehen. Als
Einrichtung haben Sie damit eine Selbstverpflichtung zu einer gewaltfreien und
wertschätzenden Pflege bereits unterschrieben. Sicherlich haben Sie inzwischen auch
verschiedene Maßnahmen in Ihrem Haus zu diesem Thema eingeleitet oder hatten
diese ja bereits auch schon vorher.

Wir wollen mit Ihnen an dem Thema weiter arbeiten und laden Sie ein zu einem
Workshopnachmittag
"Wie verankere ich das Thema in meiner Einrichtung?"
am 11.04.17 ab 13 Uhr,
im Rathaussaal der Stadt Coburg, Markt 1.

Gemeinsam mit Herrn Wieland, den wir ja bereits im letzten Jahr als Referenten bei uns
hatten, wollen wir das Thema "Gewalt in der Pflege" wieder aufgreifen. In dem
Workshop geht es um mögliche Strukturen und Maßnahmen, die sowohl Pflegepersonal
als auch Patienten vor Gewalt schützen.

Für die Teilnahme fällt ein Kostenbeitrag von 10 € an. Es können durchaus auch
mehrere Teilnehmerlinnen einer Pflegeeinrichtung teilnehmen.

Für die unsere Planung bitten wir um Ihre Rückmeldung zur Teilnahme unter
E-Mail: Susanne.mueller@coburg.de

 

Neue Presse Coburg 01.06.2016

 

Den Lebensabend gewaltlos verbringen

 Mit einer speziellen Charta gehen die Pflegeeinrichtungen offen mit dem    Thema  Gewalt um. Die Initiative will mehr sein; als nur eine Unterschrift.

  Von Thomas Heuchting

  

Coburg - Ein Anschreien, ruppiger Umgang bei der Medikamentenausgabe oder festeres Anpacken beim Waschen: Gewalt gegen hilfe- und pflegebedürftige Menschen hat viele Gesichter. Um ein deutliches Zeichen gegen jegliche Form physischer und psychischer Gewalt zu setzen, sind am Dienstag zahlreiche Vertreter verschiedener Pflegeeinrichtungen in die Regimentsstube des Coburger Rathauses gekommen. Sie haben die „Pflegecharta für Coburg" unterzeichnet.

Hinter diesem Begriff verbirgt sich eine gemeinsame Initiative von Stadt und Landkreis Coburg, die der Arbeitskreis "keine sexuelle Gewalt" und der "Runde Tisch gegen Häusliche Gewalt" entwickelt haben. "Es ist eine Selbst-verpflichtung. die uns gut tut und ein Stück Sicherheit gibt", sagte Landrat Michael Busch.
Für die unterzeichnenden Einrichtungen sei die Charta kein Eingeständnis, dass es so etwas in ihren Häusern gebe. Vielmehr zeige die Teilhabe daran einen offenen Um gang mit diesem Problem. "Gewalt in der Pflege wird es bei uns weiterhin nicht geben“, betonte der Landrat. 

In der Formulierung ähnelt die Pflegecharta großen Vorbildern wie der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte. Auch inhaltlich befassen sich die acht Coburger Leitsätze mit den wesentlichen Elementen des menschlichen Zusammenlebens. So heißt es in Artikel 3: "Jeder hilfe- und pflegebedürftige Mensch hat das Recht auf Wahrung und Schutz seiner Privat- und Intimsphäre." Andere Punkte betreffen Belange wie Religionsfreiheit, gesellschaftliche Teilhabe oder das Recht auf körperliche und seelische Unversehrtheit.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Für eine wertschätzende Pflege: Landrat Michael Busch und Coburgs 3. Bürgermeister . Thomas Nowak haben die Pflegecharta ebenfalls unterzeichnet. Foto: T. Heuchling, NP

 

Überzeugt von der Wirkung einer solchen Selbstverpflichtung nach außen sowie innerhalb der Heime und Pflegedienste ist auch Coburgs 3. Bürgermeister Thomas Nowak: "Es ist ein Qualitätssiegel für die unterzeichnenden Einrichtungen."

Von einem besonderen Tag für Coburg Stadt und Land sprach gar Marianne Morchel vom Organisationsteam des Arbeitskreises "keine sexuelle Gewalt". Vor rund drei Jahren habe man eine Arbeitsgruppe Senioren gegründet, die sich mit dem Thema Gewalt gegen Senioren auseinandersetzte. Daraus sei bereits vor einem Jahr eine umfangreiche Broschüre hervorgegangen, die an die Pflegeeinrichtungen verteilt worden sei. Nun habe man gemeinsam mit vielen Partnern, darunter die AOK, die Wohlfahrtsverbände ASB und Caritas oder die Sozialämter von Stadt und Land, die Pflegecharta entwickelt. Dabei habe man sich teilweise an der" Charta der Rechte hilfe- und pflegebedürftiger Menschen" des Bundesfamilienministeriums orientiert, erklärte Morchel.

 Für die Nachhaltigkelt der Initiative warb Susanne Müller, die Gleichstellungsbe-auftragte der Stadt Coburg. Gemeinsam mit den Unterzeichnern wolle man am Thema weiterarbeiten und nicht nur die unterschriebene Charta an eine Wand hängen. Eine Kontinuität sei nötig, weil es sowohl beim Personal als auch bei den Pflegebedürftigen eine große Unsicherheit gebe, wo Gewalt anfange, erklärte Müller und fügte an: "Die Pflegeeinrichtungen verpflichten sich mit ihrer Unterzeichnung zu einer gewaltfreien und wertschätzenden Pflege.“

 

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Coburger Tageblatt  02.06.2016

 

Die Stadt Coburg und der Landkreis Coburg, vertreten durch Bürgermeister Thomas Nowak und Landrat Michael Busch, stellen eine Pflegecharta für Coburg vor, die die Rechte hilfsbedürftiger Menschen stärken und die Pflegesituation verbessern soll.

Foto: Gabi Arnold

  

Ein Zeichen gegen Gewalt

  

VORZEIGEPROJEKT Die vom Arbeitskreis "Keine sexuelle Gewalt" entwickelte Pflegecharta für Coburg wurde in der Regimentsstube des Rathauses unterzeichnet.

  

VON UNSERER MITARBEITERIN GABI ARNOLD

  

Coburg - Gewalt hat viele Gesichter, oft findet sie im Verborgenen statt und zeigt sich in den unterschiedlichsten . Formen, durch körperliche oder seelische Misshandlungen oder auch durch Vernachlässigung. Die Stadt Coburg und der Landkreis Coburg haben nun ein deutliches Zeichen gegen jede Form der Gewalt in der Pflege gesetzt. In der Regimentsstube des Coburger Rathauses haben Vertreter aller pflegenden Einrichtungen, ob ambulant oder stationär, eine sogenannte Pflegecharta unterzeichnet. 

 Wie Coburgs Dritter Bürgermeister Thomas Nowak (SPD) erklärte, nahm das Projekt zu Beginn des vergangenen Jahres seinen Lauf. "Es wurde eine Broschüre zum Thema Gewalt in der Pflege und in der Betreuung entwickelt." Herausgeber des Heftes mit dem Titel „Gewalt kommt uns nicht ins Haus" ist der Arbeitskreis "Keine sexuelle Gewalt", in dem Vertreterinnen aus verschiedensten Arbeitsgruppen und Institutionen zusammengeschlossen sind. Sie haben beruflich, ehrenamtlich oder privat mit dem Thema zu tun. 

"Ein Qualitätssiegel"  

Mit der Unterzeichnung der Charta soll der Titel der Broschüre mehr als eine leere Worthülse sein. "Es ist ein Qualitätssiegel, das eine Selbstverpflichtung auferlegt", so Nowak. Landrat Michael Busch (SPD) betonte, dass es diese Qualität in allen Bereichen der Pflege bereits gebe. Dennoch komme es hie und da zu Beschwerden. Mit der Pflegecharta wolle man auch ein Stück weit in die Offensive gehen und. den Menschen Sicherheit und Wertschätzung vermitteln. 

 Marianne Morchel ist eine ehemalige Kriminalbeamtin und gehört zum Organisationsteam des Arbeitskreises "Keine sexuelle Gewalt". Sie wertete den Tag der Unterzeichnung als einen besonderen Tag für Coburg Stadt und Land und blickte auch auf die Fortschritte des Arbeitskreises der vergangenen. So sei beispielsweise vor knapp 25 Jahren der sexuelle Missbrauch noch ein Tabu gewesen. Der Arbeits-kreis habe das Thema aus der Tabuzone geholt-und sei längst. vernetzt, biete Präventionsprogramme und auch Kindertheater für Vorschulkinder an. Aus diesem Arbeitskreis entstand unter anderem die Arbeitsgruppe Senioren, die sich nun des Pflegethemas annimmt und die Charta entwickelt hat. 

 Wie die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Coburg, Susanne Müller, betonte, sollen die Tafeln nicht an den Gebäuden hängen, sondern dazu anregen, weiter an dem Thema zu arbeiten. "Wir möchten auch einen Workshop anbieten, den wir im Moment konzipieren", sagte Müller. Mit der Pflegecharta sollen die Rechte hilfe- und pflegenden bedürftiger Menschen gestärkt und die Pflegesituation verbessert werden. "Wir hoffen, dass es zum Vorzeigeprojekt mit einer Signalwirkung wird."  

 

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AG - Gewalt in der Pflege und gegen Senioren

 

Dienstag, 31.05.2016, 13.00 Uhr

 

Unterzeichnung der "Coburger-Pflegecharta"

durch Herrn 3. Bürgermeister Nowak und die GeschäftsführerInnen, EinrichtungsleiterInnen, PflegedienstleiterInnen und MitarbeiterInnen der ambulanten und stationären Pflege in Coburg.

 

Das ist bislang die erste Unterzeichnung einer solchen Charta in Deutschland.

 

Eine Aktion des AK mit der Stadt Coburg.

 

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                       EINLADUNG

Gewalt kommt uns nicht ins Haus!                                                                                                 

 

Arbeitskreis. KEINE SEXUELLE GEWALT - "Runder Tisch gegen häusliche Gewalt"                                                          21.12.2015

i.A. Susanne Müller, Gleichstellungsbeauftragte Stadt Coburg, Herrngasse  COBURG                                                      

 

Sehr geehrte GeschäftsführerInnen, EinrichtungsleiterInnen, PflegedienstleiterInnen und MitarbeiterInnen der ambulanten und stationären Pflege,

 

                                    Gewalt kommt uns nicht ins Haus!

 

Diesen Titel aus unserer Broschüre zum Thema Gewalt bei Betreuung und Pflege können Sie sicher voll mit uns unterstreichen!

Sicher sind Sie wie auch wir - der Arbeitskreis: Häusliche Gewalt, daran interessiert dieses Thema nicht in der Tabuzone zu halten.

Wir sind uns bewusst, dass die stationären Einrichtungen und ambulanten Dienste vielerlei Aufgaben schultern müssen und bereits in den verschiedensten Bereichen ihre MitarbeiterInnen schulen wollen und müssen. 

Sie sind aber sicher mit uns einer Meinung, dass Gewalt vorkommen kann, dass wir oft unsicher sind, wo Gewalt beginnt und dass MitarbeiternInnen Gewalt durch die Patienten widerfahren kann und es unsere Aufgabe ist sie zu schützen. 

Wir bieten Ihnen deshalb: 

Einen Vortrag von und mit Willy Wieland und Material zum Thema, das Sie direkt verwenden können, um Ihre MitarbeiterInnen für das Thema zu sensibilisieren und in Ihren Einrichtungen Strukturen zu installieren, die sowohl Pflegepersonal als auch Patienten vor Gewalt schützen. 

… und das Ganze in nur 1,5 Stunden. 

Wir würden uns wünschen, dass aus jeder Einrichtungen und jedem Dienst jemand zu dieser Infoveranstaltung kommen kann und dass wir so in Stadt und Landkreis Coburg  gemeinsam dafür arbeiten können, dass uns Gewalt nicht ins Haus kommt! 

Nutzen Sie diese Chance!  

… deshalb herzliche Einladung zur Infoveranstaltung am

 Donnerstag, 21.01., 13.00 – 14.30 Uhr,

Gemeindezentrum St. Augustin, Obere Klinge 1a

 Für die unsere Planung bitten wir um eine kurze Rückmeldung Ihrer Teilnahme unter

Tel.: 09561-891070, Fax: 09561-891079 oder E-Mail: Susanne.mueller@coburg.de 

Wir möchten Sie schon jetzt darauf hinweisen, dass wir nach Pfingsten am

Dienstag, 31.05.2016, 13.00 Uhr in der Regimentsstube im Rathaus

allen Einrichtungen, die sich mit dem Thema auf der Grundlage des ausgegebenen Materials gemeinsam mit ihren MitarbeiterInnen beschäftigt haben, die Möglichkeit geben werden, eine Pflegecharta für Coburg zu unterschreiben.

Grundlagen dafür sind die Unterlagen, die bei der Infoveranstaltung im Januar vorgestellt werden und die zur Weiterbearbeitung in den Einrichtungen dienen.

Diese Aktion wird natürlich auch in den Medien veröffentlicht werden. 

Mit freundlichen Grüßen und den besten Wünschen für das neue Jahr!

i.A. der AG Häusliche Gewalt - Susanne Müller,

Gleichstellungsbeauftragte Stadt Coburg

 

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Spendenkonto ARBEITSKREIS: 

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"Die Katzen und Mrs. Murr"