Projekt für Frauen – „Eine Oase für die Seele“
Gärtnern als tatkräftige Integrationshilfe

 

 

 
 

Arbeitsgruppe

ZUSAMMENLEBEN

 

 

Name des Trägers:

 

Eine Kooperation des Arbeitskreises "Keine Gewalt gegen Frauen, Jugendliche und Kinder" mit dem Grünflächenamt Stadt Coburg, dem Sozialamt (Fr. Hagner), dem Kleingärtnerverband Coburg  und der Hochschule Coburg, Frau Prof. Dr. Claudia Lohrenscheit.

 

Ansprechpartner/in:
Marianne Morchel, Cortendorfer Str. 51, 96450 Coburg

 

Ideen/ Vorüberlegungen:

 

Der Garten zur Integration von Migrantinnen und Migranten

 

Mit dem geplanten Gartenprojekt haben Flüchtlinge die Möglichkeit Gestalterinnen ihres neuen Lebensumfeldes zu werden. Gärten sind Orte der Begegnung und des Lernens in einer neuen Lebenswelt für die Flüchtlinge. Sie sollen einen Platz haben und ihren Platz in der neuen Lebenswirklichkeit, in dem sie in der neuen Heimat Wurzeln schlagen können. Dies geschieht lebensnah durch die Arbeit mit den Händen in der Natur: Menschen erleben sich wieder selbstwirksam, machen die Erfahrung, dass mit ihren Händen etwas Neues entsteht, erleben, dass mit den Blumen, die sie zum Wachsen bringen, sie selbst wachsen.

 

Ein Garten ist ein Ort, der viel zur Vernetzung von Mitmenschen beitragen kann. Hier arbeiten Menschen zusammen, lernen sich kennen und verstehen - über alle Grenzen der unterschiedlichen Herkunft hinweg.

 

Der Garten zum Ankommen und Dazugehören

 

Flüchtlinge sollen durch die Arbeit im Garten wortwörtlich Wurzeln schlagen, ankommen und wachsen. Dabei werden die Fähigkeiten der Flüchtlinge aus der alten Heimat in die neue Heimat gebracht und es können emotionale Brücken zwischen den zwei Teilen, die zu den Flüchtlingen gehören, gebaut werden (Herkunft, Prägung, neue Heimat). Über die Gartengrenzen hinweg wird der Kontakt zwischen Migrant/Innen und Einheimischen gefördert; es findet sprachlicher Austausch statt, wobei die Sprachkenntnisse der Neubürger/innen verbessert werden kann.

 

Ein Garten ist ein Ort der Erdung. Entwurzelte Menschen bekommen wieder Boden-unter-den- Füssen. Die Menschen machen die Erfahrung, dass sie produktiv sein können und einen Platz in der Gemeinschaft einnehmen können.

 

Gesellschaftliche Zugehörigkeit für Flüchtlinge: Sie können oft keiner Erwerbstätigkeit nachgehen, da sie entweder keine Arbeitsbewilligung erhalten oder von Arbeitslosigkeit betroffen sind. Die Arbeit im Garten lässt sie Selbstwirksamkeit erleben, eine Tagesstruktur, ein Gefühl der Sinnhaftigkeit und soziale Eingebundenheit.

 

Der  Garten zur Verarbeitung

 

Flüchtlinge sind oft durch Kriegs-, Folter-, Flucht- und andere Erfahrungen traumatisierte Menschen. In der Folge leiden viele an psychischen oder psychosomatischen Problemen. Ein Garten kann ebenfalls einen Beitrag zur therapeutischen Traumaverarbeitung leisten: Im Garten sehe und spüre ich Wachsen mit allen Sinnen; im Bezug zur Natur bauen sie an ihrem inneren Wachstum, entwickeln ein Gefühl der Selbstwirksamkeit (aktiv sein, etwas bewirken können, etwas ernten zu können), dies stärkt das Selbstwertgefühl und das Gefühl der Zugehörigkeit. Sinnhaftigkeit und Selbstwirksamkeit sind die psychischen Grundlagen, um von der Opferperspektive in die Akteurperspektive zu gelangen: sie kommen von der passiven Situation in eine aktive Haltung. Was man im Garten tut, ist nützlich; man glaubt wieder und hat die Hoffnung, dass man selbst etwas bewirken kann (was ich in meinen Händen ernten und nach Hause tragen kann). Man beginnt Verantwortung zu übernehmen, auch soziale Verantwortung für das Miteinander im Garten.

 

Der Garten zur Heilung

 

Der Garten als Heilgarten - als Ort der Heilung und Heilwerdung: " Durch die naturnahe Arbeit im Garten werden der Jahresrhythmus und die Stabilität von Naturgesetzen an der eigenen Tätigkeit erlebt. Diese vorgegebene Struktur kann entwurzelten/ traumatisierten Menschen einen Halt geben. Ihre innere Struktur, die durch die existentiellen Erfahrungen von Flucht, Leid, Krieg zerstört wurde, kann gestärkt und stabilisiert werden. Es wächst ein neues Zugehörigkeitsgefühl in der neuen Heimat. Die Arbeit mit etwas Existentiellem, der Natur, sowie die Fähigkeit, selbst wieder etwas zu erschaffen, ermöglicht bei den Menschen einen heilenden Perspektivenwechsel. ( www.bzfo.de)"

 

Der Garten zum Gestalten

 

Die Zeit im Garten kann unterschiedlich gestaltet werden: je nach Jahreszeit sind Säen und Pflanzen im Vordergrund und die Pflege der Pflanzen, dann ist der Garten ein Ort der Ruhe und Erholung und des Rückzugs um  Energie tanken und zu entspannen, und sich am Wachsen und Blühen zu erfreuen (alle Sinne werden angesprochen), dann ist der Garten ein Ort der Begegnung/ Zusammenkunft zum gemeinsamen Gespräch, gemeinsamen Spiel, gemeinsamen Genuss.

 

Finanzierung und Durchführung:

 

Der Garten soll durch Sponsoren finanziert werden. Benötigt werden neben der jährlichen Pacht, Materialien, Gartenerde, Ausstattung, auch Betreuungskräfte aus dem psychosozialen Bereich, Gartenpaten aus dem Verband der Kleingärtner und ehrenamtlich Engagierte.

 

Der Verband der Kleingärtner, vertreten durch Frau Kerstin Florschütz, Vorsitzende, ist bei der Grundstücksbeschaffung mit eingebunden. Der Garten befindet sich in der Anlage Coburg-Nord, Spittelleite, Gartennummer 162.

 

Als Einstieg soll der Garten einer Gruppe von 5 – 7 Frauen zur Verfügung stehen. Neben der regelmäßigen Bewirtschaftung, die von verschiedenen Betreuungskräften mit unterstützt wird, sollen im Weiteren auch Veranstaltungen für die Familien stattfinden. Wichtig ist uns dabei, dass ein modernes Rollenverständnis von Frau und Mann in den Familien vermittelt wird, das gleichberechtigtes Handeln und Arbeiten im Garten zeigt.

 

 

Spendenkonto ARBEITSKREIS: 

Sparkasse Coburg- Lichtenfels 

IBAN:

DE50 7835000000 92015114

BIC: BYLADEM1COB        

AK Produktkonto 0111260.3797120

Betreff:  .....

 

 

Spendenkonto:

Kinderschutzbund Coburg e.V.

Sparkasse Coburg- Lichtenfels

IBAN: DE41 783500000 00017566

BIC: BYLADEM1COB

AK Verwendung:

"Die Katzen und Mrs. Murr"