Der AK

ARBEITSKREIS  „Keine sexuelle Gewalt.

Unterstützung für Frauen, Jugendliche und Kinder“

  

- Ein Coburger Netzwerk mit zahlreichen interdisziplinären Verknüpfungen -

  

Der seit 1990 bestehende Arbeitskreis „Keine sexuelle Gewalt . Hilfe für Frauen, Jugendliche und Kinder“ ist ein Zusammenschluss unterschiedlichster ehrenamtlicher und hauptberuflicher Personen, Therapeutinnen, Einrichtungen und Institutionen, die sich zum Thema sexuelle Gewalt zusammengeschlossen haben.  

 

Aufgaben und Ziele dieses gut funktionierenden Netzwerkes sind in der Geschäftsordnung des Arbeitskreises zusammengefasst.  

 

Wesentliche Zielsetzungen sind:

 

  • Hilfe und Unterstützung für Opfer und Betroffene
  • Beratung ( anonym und kostenfrei)
  • Prävention
  • Öffentlichkeitsarbeit und Aufklärung zum Thema sexuelle Gewalt
  • Erfahrungs- - und Informationsaustausch
  • Koordination von Aktionen
  • Fortbildung 

 

Der Arbeitskreis „Keine sexuelle Gewalt. Hilfe für Frauen, Jugendliche und Kinder“ wählt jährlich ein Organisationsteam, das aus vier Personen besteht und den AK nach innen und außen vertritt. Das Netzwerk finanziert sich ausschließlich über Spenden. 100% der zur Verfügung gestellten Gelder fließen unmittelbar in Projekte. 

 

Seit 1994 organisiert der AK Aktionen, Fortbildungen, Multiplika-torenschulungen, Ausstellungen, Lesungen, kulturelle Aktionen und auch Informationsstände rund um das Thema sexualisierte Gewalt. Informationensveranstaltungen zum Gewaltschutzgesetz oder dem neuen Familienrecht wurden zeitnah durchgeführt.

 

Die Beständigkeit seiner Arbeit beweist der Arbeitskreis am Beispiel des Projektes „Die Katzen und Mrs. Murr“ deutlich. Seit dem Jahr 2002 wird das vom Arbeitskreis, in Zusammenarbeit mit Timo Knauer, selbst erdachte, geschriebene und inszenierte Puppenstück auf die Bühne gebracht, sowie für verbindliche Nachbereitung gesorgt. 

 

Der Inhalt handelt von einer Katzenfamilie, die in Harmonie lebt, bis der jährlich zu Besuch kommende Kater, Onkel Fred, die Bühne betritt und das kleinste Katzenmädchen Paulinchen massiv unter Druck setzt. Der Beistand der älteren Schwester Rosemarie ermöglicht dem Kätzchen, den Ausbruch aus dieser Gewaltspirale zu lindern. Trotz des schwierigen Inhalts ist dieses Präventionsstück für Kinder der zweiten bis vierten Klasse sehr gut geeignet.  

 

Da die Vorstellung dieses Stückes nicht alleine stehen kann, erfolgt die Nachbereitung geschlechtersensibel, in jeder Grundschulklasse, die das Stück gesehen hat. Jeweils zwei mit der Thematik befassten Frauen aus dem Arbeitskreis tun dies innerhalb von 2 Unterrichtstunden. Inhalte der Nachbereitung sind die vier Grundsäulen der Prävention: *Geheimnisse, *Gefühle, *Nein sagen, *Hilfe holen. Mittels verschiedener Methoden, wie 

Rollenspielen, Gesang und Musik wird mit den Kindern diese Präventions-arbeit umgesetzt. Zur unterstützenden Information erhalten die Schüler-innen und Schüler das sogenannte „Handy-Lineal“, das vom Arbeitskreis konzipiert wurde und auf dem alle wichtigen Not– und Rufnummern vermerkt sind. Wenn gewünscht, bietet der Arbeitskreis in den teilneh-menden Grundschulen einen Elternabend an. 

 

Das Puppenstück, wird von Mitgliedern des Arbeitskreises gespielt und regelmäßig im Frühjahr in Stadt und Landkreis Coburg auf der Bühne gezeigt. Dank der guten Resonanz finden auch Aufführungen in eigener Regie im Stadt- und Landkreis Lichtenfels statt.

 

Das 45-minütige Stück wird vor max. zwei Schulklassen gespielt, damit die Nähe zu den Kindern gewährleistet ist.  

 

Die Nachfrage zu diesem kindgerechten Theaterstück ist ungebrochen groß. In den vergangenen 11 (2002-2013) Jahren kam es zu einundsiebzig Aufführungen. Dabei saßen ca. dreitausendfünfhundert Kinder aus einhunderteinunddreißig Grundschulklassen im Zuschauer-raum. Die Nachbereitung in jeder Klasse ist gewährleistet. In der Stadt und im Landkreis Lichtenfels erfolgten bisher fast ebenso viele Puppen-theateraufführungen, wie in Coburg, so dass die Zahl von fast siebentausend über den sexuellen Missbrauch informierte Kinder erfreu-lich hoch ist. 

 

Im Jahr 2006 erschloss sich für den Arbeitskreis ein zweites wesentliches Thema. Sexuelle Übergriffe im Internet. In Zusammenarbeit mit dem Gymnasium Ernestinum Coburg und den dort tätigen Schülermultiplika-toren „Ranger“ wurde ein Schulkonzept zum Umgang in Chatrooms erarbeitet und durchgeführt. Von Nickname bis Datensicherheit, von Blind Date bis Beratungsstellen für den Fall der Fälle – alles wurde in jugend-gerechter Weise vermittelt. Der Arbeitskreis gab hierzu ein Leporello als Comic heraus. Jugendliche und Eltern wurden über Nutzen und Gefahren der Internetnutzung aufklärt.

 

Für Lehrkräfte und interessierte Multiplikatoren und Multiplikatorinnen wurden zwei Fortbildungsveranstaltungen mit der erfahrenen und bekannten Chat-Journalistin Beate Krafft-Schöning durchgeführt.

 

Diese Veranstaltungen wurden von den Jugendkontaktbeamten der Polizei, den Schulämtern Stadt und Landkreis Coburg und der Hochschule Coburg mit gestaltet. Das Thema Internet begleitet den Arbeitskreis auch weiterhin, da dieses Medium von Kindern und Jugendlichen sehr stark genutzt wird und als Präventionsmedium eingesetzt werden kann. 2009 wurde das bewährte Konzept zu Übergriffen beibehalten und durch Schulungen für alle Schülermultiplikatoren und Multiplikatorinnen mit Inhalten Gewalt, Mobbing im Internet, Suchtgefahr Netz, ergänzt.

 

Auch durch diese Aktivität wird die vielfältige Vernetzung des Arbeitskreises „Keine sexuelle Gewalt – Unterstützung für Frauen, Jugendliche und Kinder“ deutlich. 

 

Eine besondere Veranstaltung im Zusammenwirken mit dem katholischen- und evangelischen Bildungswerk war im Jahre 2010 eine „Abendandacht“. „Sexuelle Gewalt ist alltäglich“ „hinsehen – offenlegen –wahrnehmen“. Das Ziel war, offensiv das Anliegen der Opfer aufnehmen, sich öffnen für das Thema und die Opfer. Dabei die Opfer durch Texte, vorgetragen von Prominenten, zu Wort kommen lassen. Wahrnehmen und Einfühlen, wie Opfer die Gewalt erleben.

Im Jahre 2012 hat der Arbeitskreis einen „Runden Tisch – häusliche Gewalt", Gewalt in Partnerschaften, initiiert und Gericht, Polizei, Krankenkassen, Ärzte, Hebammen, Frauenhaus, Notruf, Beraterinnen und Therapeuten, Institutionen und die Kommunalpolitik zum gemeinsamen Gespräch bitten.

Aus dem "Runden Tisch häusliche Gewalt" entstand 2014 die Arbeitsgruppe Senioren. Wir stellten fest, dass es einen erheblichen Informationsbedarf im Zusammenhang mit der "Gewalt in der Pflege" gab. Im Frühjahr 2015 gaben wir zusammen mit der Stadt Coburg die Informationsschrift "GEWALT KOMMT UNS NICHT INS HAUS" - Informationen zu Gewalt in Betreuung und Pflege - heraus. Außerdem verteilten wir Postkarten mit Hilfsadressen.

Als im Herbst 2015 auch in Coburg eine große Anzahl von Flüchtlingen und Migranten eintraf, entschlossen wir uns, diesem Thema ZUSAMMENLEBEN in Coburg - so gelingt ein gutes Miteinander, anzunehmen. Wir konzipierten Plakate, Roll-Ups, ein Bodenbanner und Postkarten, die in deutsch, englisch, französisch, türkisch, russisch, afghanisch usw. gedruckt und in Flüchtlingsunterkünften und Institutionen, sowie,verteilt wurden.

Die Verwirklichung und Umsetzung dieser und noch anderer Projekte war nur möglich, durch die erste  finanzieller Hilfe des Serviceclub Soroptimist Coburg und Unterstützung sowie  Anerkennung durch Spenden der Stadt Coburg, dem Gesundheitsamt Coburg, der Niederfüllbacher Stiftung, der Sparkasse Coburg/Lichtenfels, dem Lionsclub Veste Coburg und den „regioMed-Kliniken GmbH“, Franken helfen Franken und der Oberfranken Stiftung.. 

 

ARBEITSKREIS  „Keine sexuelle Gewalt.

Unterstützung für   Frauen, Jugendliche und Kinder“ 

 

i.A. Marianne Morchel

 

 

Spendenkonto ARBEITSKREIS: 

Sparkasse Coburg- Lichtenfels 

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BIC

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Betreff:  .....

 

 

Spendenkonto:

Kinderschutzbund Coburg e.V.

Sparkasse Coburg- Lichtenfels

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BIC: BYLADEM1COB

AK Verwendung:

"Die Katzen und Mrs. Murr"